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Wo kauft man die neuen Haustiere?

"2. Und woher bekommt man die neuen Haustiere?

Es gibt mehrere Möglichkeiten:
1. im Zoofachhandel
2. von Privat
3. aus einer Hobbyzucht 
4. vom Züchter
5. aus dem Tierheim


1) Im Zoofachhandel sind immer ein paar niedliche "Zwerge", die darauf warten von jemandem nach Hause geholt zu werden. Wie oft habe ich selbst schon davor gestanden, allerdings mit dem Gedanken diese Tiere zu retten! Sie stammen aus Massenvermehrungen und werden zu früh von der Häsin getrennt, weil sie mit 4 bis 6 Wochen noch so niedlich sind und kleiner aussehen. In solchen "Zuchten" wird keinerlei Wert auf die Gesundheit der Mutterhäsin gelegt (ständige Würfe ohne Pause, usw.), niemand kann etwas über die Eltern bzw. deren Verwandtschaftsverhältnis sagen und oft sind die Jungtiere selbst krank (Durchfall, ausgelöst durch den ständigen Stress/ Zahnfehlstellungen u.a.) Mit Impfungen wird zwar geworben, aber eine Impfung in dem Alter ist ohne Nachimpfung wirkungslos! Außerdem werden für diese Tiere teilweise Preise verlangt, die kein Züchter für sein bestes Zuchtier verlangen könnte! Der unwissende Käufer wird oftmals auch noch schlecht beraten, richtige Geschlechterbestimmung ist ein Glücksfall. Er kauft schlimmstenfalls nur ein Tier, das, krank an Körper und Seele, in einen zu kleinen Käfig verbannt wird. Überlebt es das, wächst es sich zu einem Riesenkaninchen aus, mit nicht selten bis zu 3 kg Körpergewicht. Auch werden oft Tiere von sogenannten "Zwergkaninchenzüchtern" zugekauft - das sind Kaninchenbabys aus Unfallwürfen, die den Menschen oft gegen einen Sack Futter oder einen Gutschein abgenommen werden. Natürlich ohne jegliche Kontrolle der Gesundheit oder Herkunft. Ich spreche aus mehrmaliger persönlicher Erfahrung. Kauft man so ein Tier aus Mitleid, schafft man leider nur Platz für das nächste und kurbelt solche Massen-Zuchten an.


2) Sehr oft werden in der Zeitung und ganz besonders im Internet Kaninchen von Privat angeboten. Diese Tiere sind oft erstaunlich billig (5 - 10 €) und sind meist durch Unfallwürfe entstanden, bei denen die unwissenden Besitzer durch falsche Geschlecheterbestimmung ihrer Kaninchen praktisch über Nacht zu Nachwuchs gekommen sind. Diese Menschen haben sich vielleicht genauestens informiert, um ihrer Häsin alles recht zu machen und den Jungen eine tolle Kindheit zu ermöglichen.
Genausogut kann man aber auch an Menschen geraten, die absolut keine Ahnung von Kaninchen haben und entweder versäumten ihren Rammler kastrieren zu lassen oder sogar geziehlt einfach mal Babys machen wollten. Rufen Sie bei den Anbietern an, erkundigen Sie sich vorher nach Haltungsbedingungen und Grund für den Wurf. Fragen kostet nichts! Und seien Sie ehrlich zu sich selbst - ein krankes oder verwahrlostes Tier zu retten schafft oft nur Platz für das Nächste, das ist nur im Tierheim sinnvoll!

3) Möchte man bei Gesundheit und Aufzucht auf der sicheren Seite sein, ist eher die Hobbyzucht eine gute Wahl. Dort bekommt man einen Abstammungsnachweis und kann die Elterntiere sehen. An deren Größe usw. lässt sich schon Ihr erwachsener Zwerg erahnen. Viele dieser Hobbyzüchter kennen sich untereinander und können Sie an jemanden in ihrer Nähe mit evtl. passenden Tieren empfehlen. Außerdem wird ihnen ein guter Züchter Tipps geben und sich gern von Fragen löchern lassen, wenn sie am Wohl der Tiere interessiert sind.
In vielen Büchern, Foren usw. wird sehr über "Hobbyzüchter" geschimpft, die ihre Tiere ohne Wissen vermehren und so Erbfehlern, Krankheiten und Fehlverhalten den Weg ebnen. Die gibt es (siehe Beispiel unten), doch die meisten Hobbyzüchter haben einfach die Vereinsmeierei satt oder züchten nicht anerkannte Rassen (Löwenköpfchen, Teddyzwerge, Satin usw.). Leider gibt es keine Unterscheidung zwischen "echtem" und "Hobbyzüchter". Da hilft nur eins: sich zuerst gut informieren und besagten "Hobbyzüchter" besuchen, auf die Probe stellen usw...
Denn es gibt auch diese Sorte: Sie wissen alles, brauchen keine Tipps und keinen Rat von erfahrenen Züchtern, und ihre Tiere sind meist "nur Kanichen, was soll man da schon groß wissen?" Aussagen wie: "Wir haben unsere auch mit fünf Wochen aus dem Zoofachhandel geholt." usw. sollten bei Ihnen alle Alarmglocken schrillen lassen! Keine Begründung für die Wahl der Rasse, Desintresse für das neue Zuhause der Zwerge? Dann bitte nicht dort kaufen, denn mit einem "Hobby" hat diese Kaninchen"zucht" nichts zu tun!!!

4) Ein Züchter ist in einem Zuchtverein Mitglied und wird von dessen Zuchtwarten kontrolliert. Seine Tiere sind gesundheitlich absolut unbedenklich, werden in sauberen Ställen gehalten und regelmäßig auf Ausstellungen bewertet. Die Tiere werden gezielt verpaart und sie können sich vorher sicher sein, welche Farben fallen werden. Andererseits leben diese Tiere oft in kleinen Ställen und haben kaum Kontakt zu Artgenossen. Das bedeutet für die Jungtiere kaum Sozialisierung und Gewöhnung an Umweltgeräusche. Die Jungtiere sind zwar echte Zwerge, sind aber oft scheu und werden niemals ganz zahm. Der Züchter kann einen vernünftigen Preis für seine Tiere verlangen, denn diese sind entwurmt und haben Impfschutz durch die Eltern. Mir persönlich sind "alle Zwerge in einer Farbe" zu langweilig, aber die Farbe "bunt" gibt es leider nicht^^, außerdem hat der Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) die Löwenkopfkaninchen noch nicht als Rasse anerkannt, aus diesen Gründen züchte ich nicht im Verein! Für mich sind ein idealer Züchter und ein idealer Hobbyzüchter aber das Selbe!

4) Wie viele Menschen schaffen sich (aus den unterschiedlichsten Gründen) ein Kaninchen an und geben es dann (aus leider immer so ziemlich den gleichen Gründen) im Tierheim ab? Schauen sie einmal dort vorbei - es sind unglaublich viele. Wer sich entschließt einigen dieser Tiere ein neues (und diesmal unbedingt dauerhaftes!) Zuhause zu geben, verdient große Anerkennung: die dort abgegebenen Tiere sind oft schon erwachsen und nicht mehr so niedlich, wie noch mit 8 Wochen; man hat keinerlei Möglichkeit zu prüfen, woher die Tiere kommen, oder was sie schon erleben mussten. Sie sind oft schreckhaft oder trauen den Menschen nicht mehr über den Weg, weil sie bisher eben nur schlechte Erfahrungen gemacht haben. Solche Kaninchen brauchen viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Sicherheit im neuen Zuhause. Für Anfänger sind sie oft weniger geeignet, da diese selbst noch ein bisschen üben müssen. Auch gesundheitlich können sie probolematisch sein (Kaninchenschnupfen, E.C., Zahnfehler), denn man weiß oft nichts über die vorherige Geschichte, geschweige denn über eventuelle Inzucht, Erbfehler usw. der Tiere. Ein reinrassiger, teurer Zwerg vom Züchter landet eben selten im Tierheim, aber der bunte Mix aus Nachbar's Unfallwurf schon!


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Zwergkaninchen-Hobbyzucht
Hier möchte ich euch meine Löwenkopf- und Satinlöwenzwergkaninchen vorstellen. Ich "züchte" nur in sehr kleinem Rahmen, denn für mich sind meine Tiere ein Hobby und ich möchte für jedes von ihnen genug Zeit haben.
 
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