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Vergesellschaftung

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4. Vergesellschaftung von Kaninchen:

Kaninchen lieben Gesellschaft und zwar die ihrer Artgenossen! Es gibt daher viele Situationen, in denen fremde Tiere aneinander gewöhnt werden müssen. Sei es der Tod des alten Partners, der Einzug eines neuen Zuchttieres oder das sehr löbliche Vorhaben der Besitzer, ihrem einzelnen Zwerg endlich einen Artgenossen zu geben! Und wie oft werden diese guten Vorsätze enttäuscht, weil der "Alte" den "süßen Neuen" verprügelt? Dann werden die beiden ganz schnell getrennt, weil sie sich ja nicht vertragen...

In der freien Wildbahn überlebt nur der, der sein Territorium und damit Futter und Familie verteidigen kann. Ein "Neuer" würde also von jeder Kaninchenfamilie vehement vertrieben werden. Auch bei Jungtieren kennen Kaninchen keine Gnade, besonders die Häsinnen vertreiben fremden Nachwuchs. Ob sich zwei Kaninchen überhaupt vertragen werden, hängt hauptsächlich von ihrer Dominanz und der Geschlechtsreife ab (schaut unter Männchen und Weibchen)!

Was also tun?
Wenn ein neuer Zwerg zu bereits vorhandenen Tieren zieht:
Schritt 1: Eingewöhnung
Ein Neuankommling, egal ob jung oder alt, braucht zuerst eine Eingewöhnungsphase, um den Stress der Reise und die ganzen neuen Umwelteindrücke zu verarbeiten. Kaninchen sind sehr Stress-empfindlich, sie sollten in den komplett fertig vorbereiteten Käfig ziehen können und dann ein paar Stunden in Ruhe gelassen werden. Dieser Käfig kann auch ruhig mit in oder neben dem Stall stehen, in dem die heimischen Zwerge wohnen. Ein geregelter Tagesablauf, ruhige Umgebung, aber Beschäftigung mit dem Neuling ist jetzt wichtig, aber Achtung: vernachlässigen Sie nicht ihre "alten" Zwerge, auch Kaninchen können eifersüchtig werden! Die Eingewöhnungsphase ist je nach Tier unterschiedlich, aber etwa eine Woche sollten die Tiere Zeit haben, um zu ihrer normalen Form zurück zu finden.


Schritt 2: Kennen lernen
Spätestens jetzt können die Käfige aneinander gestellt werden. Die Tiere können sich also sehen und beschnuppern, aber eben nur durch das Gitter. Manche Zwerge kümmern sich kaum umeinander, andere springen wie verrückt gegen das Gitter und versuchen hindurchzubeißen. Erst wenn beide Seiten sich nicht mehr durch das Gitter an den Kragen wollen, kann man weitermachen, das ist je nach Zwerg unterschiedlich, aber ein paar Tage sollten reichen. Wenn die Tiere überhaupt keine Ruhe geben, sind es vielleicht zwei potente Rammler, lieber nochmal nachprüfen!


Schritt 3: "Sich Riechen" lernen
Nun sollten die Zwerge den Geruch des jeweils anderen kennen lernen. Kaninchen kommunizieren über Gruchsstoffe, der Geruchssinn ist für sie gerade im Bezug auf Artgenossen sehr wichtig! Sie markieren ihr Reich und fühlen sich an jedem Ort, der nach ihnen riecht, sicher und zu Hause. Den Geruch des andereren lernen die Zwerge kennen, indem man sie einfach jeweils in den Käfig des anderen setzt. Immer nur für ein paar Stunden, dann wieder umtauschen. Jetzt hatten sie nicht nur Zeit, den anderen anhand seines Geruchs kennen zu lernen, sondern riechen auch selbst ein bisschen nach ihm.


Schritt 4: Gemeinsamer Auslauf
Nun sollten die Zwerge jeden Tag zusammen laufen gelassen werden, natürlich nur unter Aufsicht. Ist diese mal nicht möglich, kann auch solange nur einer im Auslauf laufen, dann wieder der andere usw. Aber je mehr sich die Gerüche vermischen und je öfter sich die beiden begegnen, desto schneller werden sie sich aneinander gewöhnen. Wenn sich die beiden beim Begegnen im Auslauf beschnuppern und der eine dem anderen den Kopf unter die Nase schiebt, heißt das "Tu mir nichts, ich will gar nichts von dir!". Meist ist der Überlegene damit zufrieden und geht. Wenn Sie  es so weit geschafft haben, können sie sich auf die Schulter klopfen, die beiden werden sich nicht mehr ernsthaft prügeln und beißen.
 Im weiten Auslauf haben auch Einzelgänger genug Platz zum Ausweichen!

Schritt 6: Zusammenziehen
Nun können die beiden zusammenziehen, dazu sollte der Käfig komplett gereinigt werden, sodass er möglichst wenig nach seinem alten Bewohner riecht. Komplett frisch eingestreut kann der dann von beiden bezogen werden - und zwar gleichzeitig! Bei sehr dominanten Tieren kann man sie auch in den ungereinigten Käfig des unterlegenen Tieres ziehen lassen, das hilft dem "Schwächeren".
Der Rest geht dann ganz schnell!


So soll es sein, die zwei lieben sich!

Wenn Jungtiere vergesellschaftet werden:

Am besten eignet sich hierfür ein Raum (das kann auch ein Auslauf sein), den beide nicht kennen, der also nach keinem von ihnen riecht. So fühlen sich beide fremd, keiner könnte hier ein Revier verteidigen. Der Raum/das Freigehege muss groß sein, damit der Unterlegene immer fliehen kann! Die oft empfohlene Methode beide Zwerge in eine Transportkiste/Käfig zu setzen und sie das "auskämpfen" zu lassen, ist denkbar grausam für den Unterlegenen...

Einfach beide Tiere in den fremden Raum setzen und beobachten. Die Zwerge werden ganz andere Sachen zu tun haben, als sich zu prügeln, den Raum untersuchen zum Beispiel. Natürlich kann es zu kleinen "Verfolgungsjagden" kommen, allerdings sind das meist keine ernsten Prügeleien. Ein bisschen Jagen und hinterherlaufen ist normal, das machen auch noch Tiere, die sich seit Jahren kennen, da die Rangfolge in der Kaninchengruppe ständig neu geklärt wird.


Die harten Fälle:
Manchmal kann man noch so viel Geduld aufwenden, zwei besonders dominante Tiere wollen einfach nicht "nett sein", oder eine ganze Gruppe stürzt sich auf den einzelnen Neuling. Bei Gruppen hilft es oft, das neue Tier zuerst nur mit den Tieren zusammenziehen zu lassen, mit denen es sich schon versteht und den "Chef" einzeln an den Neuen zu gewöhnen. Dann hat der Chef nicht das Gefühl, seine ganze Gruppe verteidigen zu müssen, denn die hat sich ja schon damit abgefunden.
Sind zwei "Machos" unvereinbar, sollte man sich mit dem Gedanken anfreunden, dass evtl. ein drittes Tier anderen Geschlechts Ruhe in die Gruppe bringt (z.B. ein kastrierter Rammler zwischen zwei Häsinnen), oder dass die beiden sich einfach nicht "riechen können". Dann sollte jeder seinen eigenen Partner bekommen.


Bisher konnte ich alle meine Kaninchen erfolgreich vergesellschaften. Aber wenn es absolut nicht geht (das gibt es, auch Kaninchen haben einen eigenen Charakter), sollte man nichts erzwingen, in der Natur würde so ein "unerwünschtes" Kaninchen gehen, das kann es bei uns im Stall nicht. Und wenn die Gesellschaft mehr Stress als Nutzen bringt, hat das Ganze keinen Sinn!


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Zwergkaninchen-Hobbyzucht
Hier möchte ich euch meine Löwenkopf- und Satinlöwenzwergkaninchen vorstellen. Ich "züchte" nur in sehr kleinem Rahmen, denn für mich sind meine Tiere ein Hobby und ich möchte für jedes von ihnen genug Zeit haben.
 
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